Die Figurenkomposition bildet den vielgestaltigen Kern im malerischen Werk Ernst Oldenburgs. Die realitätsferne Pose findet hier ihren Platz neben dem Ausdruck menschlichen Empfindens. Beziehungen werden thematisiert: Mutter und Kind, Geliebte und Geliebter, Freunschaft. Ausgelassene Lebensfreude gesellt sich zu verzweifelter Trauer, Hoffnung und Trost zur Einsamkeit. Bei der Ausgestaltung der Konstellationen nähert sich der grundsätzlich abstrakt gehaltene Bildraum mitunter einem sozialen bzw. landschaftlichen Kontext wieder an. Die Gruppenbilder lassen die konkrete Funktion und Bedeutung der Gemeinschaft fast vollständig verschwinden. Die menschliche Figur wird zum Fries, zu einer ornamentalen Reminiszenz ans Menschliche.