Es fällt auf, dass Oldenburg die Gestaltung der einzelnen Menschenfigur kaum zur Dramatisierung existenzieller Motive wie Einsamkeit oder Verlorenheit nutzt. Der überwiegende Teil der Figuren bleibt ohne emotionalen Bezug. Die dargestellte Körperlichkeit beschränkt sich auf Posen, die wie eingefrorene Augenblicke den Menschen aus seinem Lebenskontext lösen. So ergibt sich eine Sammlung von Sitzenden, Hockenden, Knienden, Stehenden, Schreitenden. Nur die Trauer veranlasst Oldenburg zur gestischen Ausformulierung, die den Moment als menschliches Drama inszeniert. Das in die Hände versenkte Gesicht macht die einzelne Figur als Leidende erkennbar.